
Bereits fünf Jahre später gelang Amgen als Wegbereiter der modernen Biotechnologie ein wissenschaftlicher Durchbruch: Dank der Gentechnik war es erstmals möglich, ein menschliches Hormon herzustellen, das die Bildung roter Blutzellen anregt: Erythropoetin. Die Erstzulassung von Erythropoetin in den USA im Jahre 1989 krönte den wissenschaftlichen Erfolg.
1991 erhielt Amgen die Zulassung für einen weiteren gentechnisch hergestellten Blut-Wachstumsfaktor – G-CSF (Granulocyte-Colony Stimulating Factor).
Mit Einführung dieser beiden Blut-Wachstumsfaktoren erzielte Amgen einen Durchbruch bei der Behandlung schwerer, bislang nur unzureichend oder gar nicht behandelbarer Krankheiten.
Seit Juni 2001 ist ein weiteres Produkt der Firma Amgen in Europa zugelassen: Darbepoetin alfa, ein nicht natürlich vorkommendes Molekül, das gezielt die Bildung roter Blutzellen anregt. Im Vergleich zu den herkömmlichen Erythropoetinen ist bei diesem die Halbwertszeit im Serum des Patienten um das Dreifache verlängert, was für den Patienten deutlich weniger Injektionen bedeutet.
Die Ende 2004 erteilte Zulassung des ersten Calcimimetikums werteten Experten als Durchbruch in der Therapie des sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT). Hierbei handelt es sich um eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen infolge chronischer Niereninsuffizienz, die ein Großteil der Dialysepatienten betrifft. Als schwerwiegende Komplikation geht der sHPT mit einer erhöhten Sterblichkeit aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen einher.
Heute fokussieren Forschung und Entwicklung bei Amgen nicht mehr nur auf hämatopoetische Substanzen. Eine wichtige Herausforderung liegt inzwischen auch in der Erforschung therapeutischer Prinzipien bei der Behandlung von Krebs, Anämie, rheumatoider Arthritis und Osteoporose. Wir pflegen eine Unternehmenskultur, deren Wurzeln in Unternehmergeist und biotechnologischer Innovation liegen. Da wir forschungsorientiert sind und der Patient bei uns im Mittelpunkt steht, werden wir die Wissenschaft nach Kräften nutzen, um eine bestmögliche Behandlung schwerwiegender Erkrankungen erreichen zu können.