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SHPT – Sekundärer Hyperparathyreoidismus
Als Hyperparathyreoidismus bezeichnet man die Überfunktion der Nebenschilddrüse. Es werden zwei Formen des Hyperparathyreoidismus unterschieden.

Der primäre Hyperparathyreoidismus entsteht durch eine Erkrankung der Nebenschilddrüse. Der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT) hingegen ist auf die Erkrankung eines anderen Organs zurückzuführen. Zumeist handelt es sich dabei um die Niere (chronisches Nierenversagen).

Die Folgen Der sekundäre Hyperparathyreoidismus bei chronischer Niereninsuffizienz kann vielfältige Folgen haben. Es sind v.a. die Verkalkung von Gefäßen und Weichteilen sowie die Schädigung des Knochenstoffwechsels, die zu schweren Komplikationen für die Betroffenen führen können.

Verkalkung von Gefäßen
In Folge des gestörten Calcium-Phosphat-Haushaltes kann es zu Kalkablagerungen in Gefäßen und Weichteilen kommen. Die Kalkablagerungen verhärten die entsprechenden Gefäße und Gewebe. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden.

Bilden sich Verkalkungsherde in der Haut, können sich daraus schlecht heilende Geschwüre bilden. Oftmals verursachen der erhöhte Parathormonspiegel bzw. die Calciumphosphat-Ablagerungen ein lästiges Hautjucken.

Renale Osteopathie bzw. Osteodystrophie
Da die Niere Einfluß auf den Calcium- und Phosphathaushalt, auf Vitamin D und den Parathormonspiegel ausübt, ist sie auch am Knochenstoffwechsel beteiligt. Im Rahmen der chronischen Niereninsuffizienz kommt es daher zu einer Reihe von Veränderungen im Bereich des Knochens. Sie werden unter dem Ausdruck "renale Osteopathie" zusammengefaßt und sind bei fast allen Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz zu finden.

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