Die Thrombozytopenie zeichnet sich dadurch aus, dass Blutplättchen mit Antikörpern besetzt werden und dann insbesondere in der Milz frühzeitig abgebaut werden. Historisch gesehen wurde ITP früher als eine Krankheit gesehen, bei der die Blutplättchen zerstört werden. Neuere Daten hingegen zeigen, dass eine zu geringe Zahl an Thrombozyten im Blut auch durch eine Störung des natürlichen Prozesses der Bildung von Blutplättchen bedingt sein kann. Aus diesem Grund kann eine Erhöhung der Zahl der produzierten Thrombozyten auch zur Behandlung der Plättchenarmut in Zusammenhang mit ITP beitragen.
Typische Merkmale von ITP sind unkontrollierte Einblutungen unter der Haut, die zu kleinen rötlich-braunen Flecken auf der Haut (Petechien) führen, die immer mehr werden und sich ausbreiten. In manchen Fällen kommen Nasen- und Zahnfleischbluten hinzu; Bei Frauen kann es z.B. auch zu auffällig starken Monatsblutungen kommen und manche Patienten bemerken, dass Schnittwunden lange bluten. Im Extremfall können Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder im Gehirn auftreten, was jedoch sehr selten der Fall ist.