
Von Amgen unterstützte Projekte im Jahr 2008
1. Selbsthilfegruppe Darmkrebs
2. Selbsthilfegruppe „Treffpunkt Brustkrebs - Frauen helfen Frauen“
3. Initiative Krebsforschung
4. Selbsthilfegruppe Myelom- und Lymphomhilfe Österreich
5. St. Anna Kinderkrebsforschung
1. Selbsthilfegruppe Darmkrebs
Allgemeine Informationen
Jedes Jahr wird in Österreich etwa 5.000 Mal die Diagnose Darmkrebs gestellt. Ungefähr die Hälfte der diagnostizierten Darmkrebs-Erkrankungen befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits im fortgeschrittenen Stadium. Trotz dieses Umstandes und der Tatsache, dass Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten in Österreich zählt, führen weniger als 30 Prozent eine Dickdarmvorsorge durch. Dabei kann bereits eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung eine Erkrankung frühzeitig erkennen bzw. Risiken vermeiden.
Um den Betroffenen und Angehörigen in dieser Situation unterstützend beizustehen, wurde 2004 die „Selbsthilfegruppe Darmkrebs“ gegründet. Sie ist als gemeinnütziger Verein organisiert, für den sich Ärzte, Psychologen und andere Experten ehrenamtlich engagieren. Ziel der Selbsthilfegruppe ist es, Darmkrebs-Patienten und deren Angehörigen bei ihren Anliegen und Bedürfnissen sowie medizinischen, therapeutischen, sozialen und rechtlichen Fragen bestmöglich zu unterstützen.
Von Amgen unterstütztes Projekt:
1.1. Patiententag - Wien
Unter dem Motto „Wissen macht stark – mehr wissen über Darmkrebs“ wurde am 4. April 2008 ein Informationstag ganz im Zeichen der Patienten im Wiener Wilhelminenspital veranstaltet. Dieses gemeinsame Projekt der Selbsthilfegruppe Darmkrebs und des Onkologie- und Hämatologiezentrums des Wilhelminenspitals bot für Betroffene, aber auch andere Interessierte, wichtige Informationen zur Erhaltung der Darmgesundheit, zur Vorsorge sowie zu Therapiemaßnahmen. Weiters wurden wertvolle Tipps zur Vorbereitung auf Arztgespräche und zur verbesserten Kommunikation zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten vermittelt. Die Fachleute standen für alle Fragen und Anliegen der Besucher zur Verfügung. Weitere Infos über die Selbsthilfegruppe unter: http://www.derdickdarm.org/
Amgen unterstützte diesen Patiententag in Wien mit einem Betrag von € 2.000,00.
1.2. Tage der Darmgesundheit – Salzburg, Kärnten
Um Betroffenen, Angehörigen und anderen Interessierten wertvolle Tipps zur Erhaltung der Darmgesundheit zu vermitteln, sowie über aktuelle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Darmkrebs zu informieren wurden auf Initiative der Selbsthilfegruppe Darmkrebs im Jahr 2008 die „Tage der Darmgesundheit“ ins Leben gerufen. Diese fanden in den Bundesländern Kärnten und Salzburg in ansässigen Krankenhäusern (LKH Salzburg, 23.04.2009) bzw. in Gesundheitseinrichtungen (Ärztekammer Kärnten, 08.05.2009) statt. Ein professionelles Team, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Krankenpflegern und Fachreferenten widmete sich dort allen Anliegen und stand auch für psychologische Hilfe und Ernährungsfragen beratend zur Seite. Weitere Infos über die Selbsthilfegruppe unter: http://www.derdickdarm.org/
Amgen unterstützte die Veranstaltung „Tage der Darmgesundheit“ in Salzburg und Kärnten mit einem Betrag von € 7.000,00.

1.3. Ernährungsberatung für Darmkrebs-PatientInnen: Kochbuch „Essenslust stärkt Lebenskraft“
Für viele Darmkrebs-Patienten rückt das Thema Ernährung in den Vordergrund. Die Erkrankung selbst aber auch therapiebedingte Nebenerscheinungen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schluckstörungen und Verdauungsprobleme machen die Auswahl und Zubereitung der geeigneten Nahrungsmittel zu einer zentralen Frage des Alltags und des Wohlbefindens.
Um Betroffene und Angehörige mit praktischen und professionellen Ernährungstipps zu unterstützen, haben zwei Ernährungsexpertinnen, Prof. Dr. Irene Kührer und Elisabeth Fischer, auf Basis ihrer umfassenden onkologischen und ernährungswissenschaftlichen Erfahrung ein Buch mit wertvollen medizinischen Informationen, Rezepten und individuellen Ernährungsplänen zusammengestellt. Eine maßgeschneiderte und adäquate Ernährung steigert das Wohlbefinden, mildert Nebenwirkungen einer Therapie und fördert zudem die körperliche Regeneration in Therapiepausen. Das Buch mit dem Titel „Essenslust stärkt Lebenskraft“ ist im Fachhandel um € 17,90 erhältlich. Weitere Infos über die Selbsthilfegruppe unter: http://www.derdickdarm.org/
Amgen hat mit einer Unterstützung von € 7.500,00 die Herausgabe und Publikation des Kochbuches gefördert.

2. Selbsthilfegruppe „Treffpunkt Brustkrebs - Frauen helfen Frauen“
Allgemeine Informationen
Die Diagnose einer (Brust-)Krebserkrankung und die damit einhergehende Neuorientierung des Lebens stellen eine große Herausforderung für die Betroffenen aber auch für ihre Angehörigen dar. In so einer Situation kann es sehr hilfreich sein, sich mit anderen Frauen, die ebenfalls an Brustkrebs erkrankt sind und somit ähnliche Probleme, Fragen und Sorgen haben, auszutauschen. Um dies zu ermöglichen, wurde die Selbsthilfegruppe „Treffpunkt Brustkrebs“ ins Leben gerufen.
Die Treffen der Selbsthilfegruppe finden zurzeit einmal monatlich in Wien statt und ermöglichen es, offen und ungebunden über persönliche Gedanken und Ängste zu sprechen. Der Kontakt mit anderen Betroffenen ist eine gute Möglichkeit Einsamkeit zu überwinden, neue Kontakte aufzubauen und auf diese Weise Freude am Leben wiederzufinden. Ziel ist es, sich durch Erfahrungsaustausch zu helfen, sich im Leben neu zu orientieren, Kraft zu schöpfen und der Krankheit bewusst entgegen zu treten.
Weitere Infos über die Selbsthilfegruppe unter http://www.treffpunkt-brustkrebs.at/
Von Amgen unterstütztes Projekt:
Informationsbroschüre für Brustkrebs-Patienten
Amgen unterstützte im Jahr 2008 die Selbsthilfegruppe „Treffpunkt Brustkrebs“ bei der Erstellung, Produktion und Verbreitung einer Broschüre über Brustkrebs. Diese beinhaltet wichtige Informationen über die Krankheit, über Ziel und Sinn der Selbsthilfegruppe und bietet alle notwendigen Kontaktdaten.
Amgen hat mit einem Beitrag von € 600,00 die Publikation der Broschüre und deren Verbreitung unterstützt.
Allgemeine Informationen
Die medizinische Forschung hat in den letzten Jahrzehnten teilweise revolutionäre Durchbrüche erzielen können. Viele Krankheiten, die früher unheilbar waren, sind heute heilbar oder können zumindest als chronische Leiden behandelt werden. In manchen Bereichen gibt es allerdings noch Defizite: Der Kampf gegen den Krebs geht in Österreich nicht so schnell voran, wie er könnte, weil oftmals die finanziellen Ressourcen für die Forschung knapp sind. Die Initiative Krebsforschung wurde daher im Jahr 2005 mit dem Ziel gegründet, die österreichische Bevölkerung aktiv in den Kampf gegen Krebs einzubinden und die finanzielle Grundlage für die Krebsforschung an der Medizinischen Universität Wien sicher zu stellen.
Von Amgen unterstütztes Projekt:
Der Krebsforschungslauf 2008
Im Jahr 2007 wurde von der Krebsforschung an der Medizinischen Universität Wien der „Krebsforschungslauf“ ins Leben gerufen. Eine Bewegung, bei der Freiwillige, aktive Partner und Sponsoren ihren Beitrag für den Kampf gegen Krebs leisten. Während für jeden Teilnehmer bzw. Teilnehmerin eine Startspende von € 10,00 vorgesehen ist, spenden Sponsoren für jede gelaufene Runde zusätzlich € 5,00. Alle im Rahmen der Veranstaltung eingenommenen Gelder gehen zu 100% an die Krebsforschung der Medizinischen Universität Wien. Mit insgesamt 11.000 gelaufenen Runden von rund 800 Teilnehmern erzielte der Lauf im Jahr 2008 - im Vergleich zum Vorjahr mit 300 Teilnehmern und einem Betrag von € 20.000,00 - ein neues Rekordergebnis. 23 Mitarbeiter von Amgen nahmen am Krebsforschungslauf teil und liefen insgesamt über 181 Runden. Informationen zu der Initiative finden Sie auf http://www.initiative-krebsforschung.at/
Amgen unterstützte den Krebsforschungslauf mit einem Betrag von insgesamt € 1.065,00.

4. Selbsthilfegruppe Myelom- und Lymphomhilfe Österreich
Allgemeine Infos
Multiples Myelom ist eine ernstzunehmende Erkrankung der Plasmazellen, welche sich im Knochenmark befinden. Im fortgeschrittenen Stadium werden dabei auch Blutzellen, Nieren und Knochen in Mitleidenschaft gezogen. Es kann unter anderem zu Blutarmut (Anämie) oder zur Ausdünnung der Knochen (Osteoporose) kommen. Derzeit werden etwa 4 Neuerkrankungen pro Jahr pro 100.000 Einwohner diagnostiziert.
Die Myelom- und Lymphomhilfe Österreich ist eine gemeinnützige Selbsthilfegruppe, deren Tätigkeitsbereich sich auf ganz Österreich erstreckt. Ziel ist es, als Ergänzung zu behandelnden Ärzten und Gesundheitseinrichtungen, eine umfangreiche Beratung und Unterstützung für PatientInnen und Betroffene zu Verfügung zu stellen. Durch die Zusammenarbeit mit Ärzten, Experten und Institutionen werden Informationen über Krankheits- und Therapieverläufe, neue Behandlungsmöglichkeiten und laufende Studien vermittelt sowie Erfahrungen von Gleichbetroffenen ausgetauscht. Zusätzlich wird die Kommunikation zwischen Patient und Arzt gefördert.
Von Amgen unterstütztes Projekt:
Das Selbsthilfegruppen Magazin „MMagazin“
Die Zeitschrift der Myelom- und Lymphomhilfe Österreich enthält aktuelle Informationen aus Medizin und Therapie, sowie Erfahrungsberichte von Betroffenen. Weiters werden Kontaktstellen, Literaturempfehlungen und neue Internetseiten zum Thema Multiples Myelom zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen über die Selbsthilfegruppe Myelom- und Lymphomhilfe Österreich unter http://www.myelom.at/
Amgen förderte die Herausgabe und Produktion des MMagazins im Jahr 2008 mit € 1.000,00.
5. St. Anna Kinderkrebsforschung
Allgemeine Informationen
Nach Unfällen ist Krebs die im Kindes- und Jugendalter zweithäufigste Todesursache. Durch die nationale und internationale Vernetzung von Experten und Forschungsinstituten, modernen Technologien und Diagnostikmethoden können mittlerweile jedoch etwa 75% der krebskranken Kinder und Jugendlichen geheilt werden. 1
In diesem Sinne leistet auch die in Wien ansässige St. Anna Kinderkrebsforschung einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Heilungsraten von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Die St. Anna Kinderkrebsforschung wurde 1986 auf Vorschlag von betroffenen Eltern, deren Kinder an Krebs erkrankt waren, und mit einer groß angelegten Spendenaktion ins Leben gerufen. Das Institut nahm bereits 2 Jahre später den Forschungsbetrieb auf und ist heute ein international anerkanntes und multidisziplinär angelegtes Kompetenzzentrum für Krebsforschung. Gemeinsam mit dem St. Anna Kinderspital wird daran gearbeitet, Behandlungsstrategien zu optimieren, Therapien zu überwachen und zu steuern, Nebenwirkungen zu minimieren und Wissen über die Tumorbiologie zu vermehren. Der Ausbau und der Betrieb des Kinderkrebsforschungsinstituts werden bis heute ausschließlich aus Spendengeldern finanziert (mittlerweile werden dafür mehr als 4 Mio. Euro jährlich an Spenden benötigt). Weitere Infos über die St. Anna Kinderkrebsforschung unter http://www.kinderkrebsforschung.at/
Im Jahr 2008 unterstützte AMGEN die St. Anna Kinderkrebsforschung mit einer Spende von € 1.000,00.
1 o. V. 2009: Forschung - warum? Online verfügbar unter:
http://www.forschenheiltkrebs.eu/research/
html_dt/forschung/forschung_warum.html (Abfrage: 12.05.2009).